Code Lisbonne

Der Code Lisbonne ist der Europäische Kodex für ein professionelles Verhalten in der Öffentlichkeitsarbeit. Der Text wurde von der Confederation Europeenne des Relations Publiques (CERP) anlässlich einer Generalversammlung in Lissabon am 16. April 1978 angenommen. Die Mitgliederversammlung der DPRG hat ihn am 14. März 1980 nur insoweit übernommen, als er mit den deutschen Mitgliedschaftsbedingungen übereinstimmte. Die Mitgliederversammlung der DPRG übernahm diesen Kodex erst am 11. Mai 1991.

Zusammen mit dem Moralkodex Code d‘Athenes und den Sieben Selbstverpflichtungen der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) bildet er den normativen Rahmen des Berufsstandes. Neben allgemeinen Regeln formuliert er auch spezifische Verhaltensnormen zum Beispiel im Umgang mit Auftraggebern, Öffentlichkeit, Medien und Berufskollegen.

Die wichtigsten Bestimmungen sind:

  • keine Verwendung falscher oder irreführender Informationen (Artikel 3)
  • Offenheit und klare Quellenbezeichnung (Artikel 4)
  • Diskretion und Loyalität gegenüber Auftraggebern (Artikel 6 ff)
  • Verbot der Täuschung (Artikel 15)
  • Regeln des Verhaltens innerhalb des Berufsstandes (Artikel 17 ff)
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